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Artist Radar für 2020

Schon jetzt sind für 2020 viele große Alben angekündigt worden. Ganz besonders freue ich mich allerdings auf neue Songs von Musikern, die noch nicht so bekannt sind und für die das kommende Jahr sehr spannend werden könnte. Die Künstler, die ich auf meinem „Release Radar“ für 2020 habe, möchte ich in diesem Beitrag mit euch teilen:

Giant Rooks

Label: IRRSINN Tonträger

Giant Rooks sind eine Indie-Pop-Band aus Hamm, die ich kurz nach dem Release ihrer ersten EP „New Estate“ entdeckt habe. Seitdem hat sich ihr Erfolg gefühlt von null auf hundert verselbstständigt und spätestens seit 2019 sind die Jungs wirklich kein Geheimtipp mehr. Mit„Wild Stare“ haben sie im April ihre zweite EP veröffentlicht und fast gleichzeitig ihre eigene Club-Tour gespielt. Giant Rooks überzeugen nicht nur auf der LP, sondern besonders auch dann, wenn sie auf der Bühne stehen. Von Lichtshow, über Setlist und Performance bis zur Crowd hat alles gestimmt. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was 2020 für die Band bringt.

Provinz

Label: Warner Music Germany

Was soll ich sagen? Provinz haben sich binnen kürzester Zeit, nachdem ich sie im Sommer letzten Jahres entdeckt habe, in mein Herz gesungen. Ihr Folk-Pop klingt nach Heimat und ihre Texte sprechen meiner Generation aus der Seele. Die erste Tour ist bereits nach einigen Tagen restlos ausverkauft gewesen und das Debütalbum „Wir bauten uns Amerika“ kommt erst im Frühjahr.

Mein Lieblingssong: „Was uns high macht“

IDER

Label: Glassnote Records

IDER habe ich im Herbst letzten Jahres das erste Mal gehört. Mit den Texten aus „Emotional Education“, ihrem Debütalbum, haben sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Ohne Verschönerung singen sie über das, was eine ganze Generation bewegt. Auf ein Genre festlegen, lassen sie sich nicht wirklich und das Album bezeugt: Von EDM bis R’n’B ist für IDER alles möglich. Auch live überzeugt das Duo auf ganzer Linie mit (wirklich) perfekten Harmonien.

Mein Lieblingssong: „Saddest Generation“:

Tate McRae

Label: RCA Records

Tate McRae macht Bedroom-Pop mit Einflüssen, die irgendwo zwischen Noah Cyrus und Billie Eilish zu finden sind. Die 16-jährige Kanadierin ist als Tänzerin auf YouTube bekannt geworden, nachdem sie an der Castingshow „So You Think You Can Dance“ teilgenommen hatte. Auf zahlreiche Tanzvideos folgten irgendwann Cover. Dann auch eigene Songs und erst letzten Dezember erschien ihre neue Single „stupid“. Ob es in 2020 und nach 13 Single-Releases endlich ein Album geben wird, bleibt bisher nur zu hoffen.

Trille

Das erste Mal habe ich von Trille gehört, als ich ihn und seine Band live in Mannheim gesehen habe. Das ist jetzt knapp ein Jahr her und seitdem warte ich sehnsüchtigst darauf, dass seine Songs auch endlich im Streaming verfügbar sind. Denn bisher gibt es auf Deezer, Spotify und Co. nur die beiden Singles „Monotonie“ und die aktuelle „Kopf an Kopf“ zu hören. Trille überzeugt durch seine melancholischen Texte und Trap-Beats, die zum Tanzen auffordern.

Emilio

Label: JIVE Germany

Emilio ist ein Künstler, bei dem ich noch nicht wirklich einschätzen kann, in welche musikalische Richtung er sich entwickelt. Neugierig gemacht hat mich seine erste Single „Bisschen allein“, weil sie sich irgendwie in keine Schublade stecken ließ. Bislang wird sein Sound als Urban Pop beschrieben. Trotzdem schafft er es, sich auf eine Art von Künstlern aus demselben Genre (wie zum Beispiel Cro) abzugrenzen. So richtig gefunden zu haben, scheint er sich noch nicht, aber genau dadurch wird es spannend zu sehen, wohin er sich entwickelt. Seine erste Tour spielt Emilio im Frühjahr und ich bin schon sehr gespannt, wie seine Liveshow aussieht.

Mein Lieblingssong: Berlin an der Spree

Conan Gray

Label: Republic Records

Bedroom Pop, die Zweite. Diesmal mit Conan Gray. Er ist ebenfalls durch YouTube bekannt geworden, wo er primär Videos über seinen Alltag an einer Kunst-Universität machte und eigene, im Kinderzimmer produzierte, Songs schrieb. 2018 ging es dann so richtig los und seine erste EP „Sunset Season“ erschien. Conan Gray macht Musik, die sich wie ein Zimmer-Konzert anfühlt: persönlich, unpoliert und selbst gemacht. Eine Komfortzone, die nicht eingeschlossen klingt, sondern außergewöhnlich und genau das ist auch so erfrischend daran. Erst letzte Woche wurde seine neue Single „The Story“ released, die sich von dem Sound seiner ersten EP abhebt und trotzdem noch nach Conan Gray klingt.

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