InReisen

Can you fall in love with cities?

Hongkong. Eine Stadt, die nie schläft. Meine Schwester beschrieb es liebevoll mit den Worten: „Es ist wie, als hätten New York und Peking miteinander geschlafen.“ Ergebnis also Lovechild Hongkong.

Meine Schwester Nadja hat sich in ihrem Master dazu entschieden, noch ein Auslandssemester dran zu hängen und sich für einen Platz in Hongkong beworben. Im Dezember war es so weit und wir verabschiedeten uns, mal wieder, für ein paar Monate. Mittlerweile sind wir das schon gewohnt. Nach einem Telefonat im Februar – indem sie mich dazu überredete, sie doch endlich besuchen zu kommen – dachte ich mir „Was soll’s?“ und der Flug war noch vor Ende unseres Gesprächs gebucht. Im März diesen Jahres ging es also endlich wieder los. Es war jetzt ungefähr ein Jahr her, dass ich in Asien war.

Wer schonmal in einem anderen Land war, weiß dass jedes Land irgendwie einen anderen Geruch hat. Es ist wie bei jemand anderem zuhause zu sein. Jedes Land hat irgendwie einen Eigengeruch. Ich weiß nicht recht, wie ich es beschreiben soll.

Meine Schwester wohnt in Causeway Bay auf der Nordseite von Hongkong Island. Wer noch nie in Hongkong war, sollte wissen, es gibt Hongkong Island und das Festland, an der Südküste Chinas. Das Ganze kommt einem, so beschrieben, viel größer vor, als es eigentlich ist. Verloren fühlt man sich hier aber nie. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass es überall unfassbar voll ist. Es leben über sieben Millionen Menschen in Hongkong. Das ist siebenmal so viel wie in Köln. Das muss man sich erstmal vorstellen.

Trotzdem, diese Stadt ist atemberaubend. Durch den enormen Platzmangel ist alles in die Höhe gebaut. Ein Skyscraper nach dem anderen und wie schon gesagt, es ist immer viel los. Nadja und ich wollten so viel wie möglich in diese sechs Tage stecken, die wir zur Verfügung hatten. An meinem ersten Tag hatte meine Schwester noch Uni, also machte ich mich allein auf den Weg um Causeway Bay zu erkunden.

Das Apartment ist nicht weit vom Victoria Park – genau dorthin ging es dann auch erstmal. Auf dem Weg bin ich einen Umweg durch die Causeway Bay „Innenstadt“ gelaufen. Einkaufen kann man hier auf jeden Fall gut und es gibt an jeder Ecke gutes Essen. Oh Gott, ihr wisst gar nicht wie sehr ich asiatisches Essen liebe. Wäre ich in dieser Woche nicht so viel gelaufen, wäre ich wahrscheinlich nach Hause gerollt.
Beim Schlendern durch den Park kann man sich die umliegenden bunten Hochhäuser noch besser ansehen und mitten drin lief die Hongkong Flower Show. Ein riesiger Menschenandrang. Ich mit meinem eher weniger grünen Daumen habe mich davon lieber ferngehalten.

Ich habe Nadja dann am Times Square getroffen und wir sind weiter durch die Stadt nach Wan Chai gelaufen. Die Lee Tung Avenue kann wohl auch als Little London, oder besser Little Notting Hill, bezeichnet werden. Die ganze Straße ist mit den typisch chinesischen Lanterns behangen und jedes Haus hat eine andere Farbe. Farbe gibt es auch am Victoria Peak: Vor dem Abendessen ging es genau dorthin. Wir hatten Glück, dass es nicht all zu diesig war und wir die ganzen Lichter sehen konnten. Den Victoria Peak erreicht man mit der Tram, die einen bis nach oben fährt: In 550 Metern Höhe reicht der Blick auf der Aussenterrasse über ganz Kowloon.

Auch die nächsten Tage haben wir die Stadt erkundet. Neben Hongkong Park und dem Nan Lian Garden, war auch die Chi Lin Nunnery dabei.

Direkt unter Hongkong Island liegt Lamma Island. Ganz im Gegenteil zu Hongkong „City“ und Kowloon, ist es hier super ruhig. Nach einer Bootsfahrt vom Pier, legt man nach ungefähr einer halben Stunde am Hafen von Lamma Island an. Hier liegen noch alte Fischersiedlungen im Wasser. An diesem Tag war das erste Mal Sonne und ein wolkenloser Himmel, eher eine Seltenheit in HK. Auf Lamma Island sind wir einen Wander-, oder eher Spazier-, weg gelaufen, der bis auf die andere Seite der Insel verläuft. Von Sok Kwu Wan sind wir also vorbei an Stränden und der Lamma Island Power Station nach ca. 1 1/2 Stunden auf der anderen Seite angekommen (Yung Shue Wan). Bei kaltem Tsing Tao haben wir uns dort noch den Sonnenuntergang angesehen, bis es mit der Ferry wieder nach HK ging.

Die ganze Woche in Hongkong ging um wie im Flug. Grade angekommen, war es auch schon wieder Zeit zu gehen. Am 21. März trat ich meinen Flug nach Hause an, der zwar nicht ganz ohne Probleme verlaufen ist, allerdings ist das eine Geschichte für ein andermal.

Ich bin jetzt ca. 3 Wochen wieder in Deutschland und das Fernweh hat mich schon wieder gepackt. Ich kann es kaum erwarten, wieder auf Reisen zu gehen. Aber für all diejenigen, die darüber nachdenken, nach Asien zu reisen. Nehmt euch ein paar Tage um Hongkong zu erkunden. Es lohnt sich definitiv.

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1 Comment

  • Meine Lieblingsmomente aus dem Jahr 2017! A Rewind.

    […] Im März ging es dann nach Hongkong. Meine Schwester hat dort für knapp sechs Monate gelebt und ich konnte sie für eine Woche besuchen. Wir haben super leckeres asiatisches Essen gegessen, jeden Tag neues unternommen und Erinnerungen für’s Leben gesammelt. Hongkong gehört seitdem zu meinen Lieblingsstädten und ich würde super gerne nochmal zurück. Auch hier hab ich euch in einem Blogpost mitgenommen. […]

    31. Dezember 2017 at 15:01 Reply
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