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Ein Brief an mein 16-jähriges Ich.

Hey du. Ich weiß gar nicht genau, warum ich dir grade heute irgendwas über die große Welt da draußen erzählen will, aber irgendwie schweben mir schon ein paar Tage diese Gedanken in meinem Kopf herum und wir wissen beide, dass du viel zu viel nachdenkst, wenn du es nicht irgendwo aufschreibst. Ich habe also beschlossen, es mal auf diese Art zu versuchen und warum nicht das Internet daran teilhaben lassen… Wenn du also irgendwo da draußen in einem anderen Universum noch 16 bist, dann hilft dir dieser Brief hoffentlich. Du bist jetzt 20 und du hast in den letzten 4 Jahren doch eine Menge über dich gelernt.

Nummer eins: Hör auf Mama! Im Endeffekt hat sie doch immer Recht mit dem, was sie sagt. Das hast du schon früher gelernt. Ich weiß am Besten, dass wir immer alles selbst ausprobieren müssen, um zu raffen, dass es eine scheiß Idee war, aber bei manchen Dingen ist es doch besser, ihr einfach mal zu vertrauen.
Zwei: Denk nicht immer so viel darüber nach, was andere über dich denken. Es ist wichtig, was du über dich selbst denkst. Mach was du willst und wie du es willst. Die meisten, der Leute, die dir damals gesagt haben, wie doof eine Idee ist, hast du das letzte Mal an deinem Abiball gesehen. Sie sind es also nicht Wert!
Drei: One Direction ist nicht uncool. Lass andere darüber herziehen. Du hast wunderbare Erinnerungen durch die ganze Zeit geschaffen und heute will ich keine davon missen.
Vier: Es ist okay, dass du dich manchmal nicht okay fühlst. Du bist nunmal du und du darfst auch traurig sein. Es ist keine Schande, Depressionen zu haben. Geh richtig mit ihnen um!
Fünf: Ich weiß, dass dir andere Menschen manchmal das Gefühl geben, dass sie besser und schlauer als du sind. Das sind sie nicht. Lass dir nicht das Gefühl geben, dass du weniger Wert bist als jemand. Diese Menschen gehören nicht in dein Leben. Cut them out!
Sechs: Sei wie du bist. Hör endlich damit auf dich zu verstellen, nur damit andere dich mögen. Es ist egal ob Menschen komisch finden, wie du so viel Denglisch redest oder dass du dich anders anziehst. Du bist, wie du bist und das ist auch gut so!
Sieben: Herzschmerz tut weh. Jemanden zu verlieren, den man liebt oder den man geliebt hat ist schmerzhaft. Lass die Wunde in deinem Herzen verheilen und versuch nicht sie irgendwie zu füllen. Wein dich aus. Egal wie lange es dauert, und glaub mir, es wird lange dauern. Danach geht es dir besser. Gib dem ganzen Zeit. Das blöde Sprichwort ist leider nicht umsonst ein Sprichwort.
Acht: Kämpfe nicht um Menschen, die dir zeigen, dass du ihnen egal bist. Heb dir deine zweiten Chancen für Menschen auf, die sie auch verdient haben!
Neun: Die Schule ist bald vorbei und die Zeit rennt dir schneller davon, als du gucken kannst. Danach wird alles besser, das verspreche ich dir. Ein bisschen Geduld musst aber leider noch haben.
Zehn: Trink nicht so viel. Wir wissen beide, das endet nie gut! Das hast du gott sei Dank mittlerweile begriffen, aber du hättest ruhig schon früher damit anfangen können.
Elf: Klapp mal den Laptop zu! Geh raus. Schreib mehr. Du liebst es viel zu sehr. Lies Jane Eyre. Nimm mal eine Pause von Twitter und Tumblr. Es zählt doch das, was du wirklich erlebst.
Zwölf: Gedichte schreiben ist nicht peinlich!
Dreizehn: Du liebst es allein zu sein. Ein Punkt indem du deiner Mama, einmal widersprechen kannst. Es ist gut so, dass du Zeit für dich hast. Nur überstrapazier sie nicht. Zu viel Nachdenken führt zu unnötigem Überdenken.
Vierzehn: Einwegkameras sind das Warten auf die Filmentwicklung wert. Schnappschüsse sind die schönsten Bilder.
Fünfzehn: Caramel Apple Pie ist der beste Tee. Er wird dir jeden schlechten Tag retten können.
Sechszehn: Zu guter letzt: Vernachlässige deine Gitarre nicht. Auch eine gute Jam-Session kann deine Laune um längen verbessern.
Es wird wahrscheinlich vieles geben, was mir im Nachhinein noch einfällt, aber hier mache ich erstmal Schluss.
Bis irgendwann.

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