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Kirschblüten im japanischen Frühling

Im Frühling diesen Jahres bin ich mit meinen Eltern nach Japan geflogen. Anlässlich meines 18. Geburtstags im Jahr davor, habe ich eine Reise zum Ziel meiner Wahl geschenkt bekommen. Am Ende standen zwei finale Orte zur Auswahl: Indien oder Japan. Wie ihr unschwer an meiner Überschrift erkennen könnt – es wurde Japan.

Am 24. März bin ich also mit meinen Eltern nach Japan geflogen. Von Düsseldorf über Frankfurt, hieß der erste Stopp Präfektur Osaka. Vom Flughafen in Osaka ging es dann mit dem Schnellzug nach Kyoto. In Kyoto haben wir für drei Tage bei einem Ehepaar namens Seiji gewohnt. Die beiden sind über 60 Jahre alt und haben regelmäßig Menschen bei sich zum Homestay wohnen. Die Frau, Chikako, erklärte uns viel über die japanische Kultur und konnte beeindruckend gut Englisch sprechen. Kyoto haben wir direkt am ersten Tag erkundet. Mein Jetlag bewegte mich zwar dazu ein paar kleinere Naps in U-Bahn und Restaurant einzulegen, aber ich habe mich soweit es ging durchgekämpft. Was einem sofort auffällt, wenn man in Japan ankommt, ist, dass alles irgendwie kleiner ist. Die Häuser sind meist nicht höher als zwei Stockwerke und natürlich versteht man wirklich gar nichts. In den meisten Ländern kann man manchmal ein bisschen was verstehen aber in Japan ist das unmöglich.

Die darauffolgenden Tage haben wir uns Tempel angeschaut, sind über den Nishiki-Markt gelaufen, durch die Fushimi-Inari-Taisha gelaufen und haben uns noch mehr Tempel angesehen. Ich werde euch die Namen ersparen, merken könnt ihr sie euch sowieso nicht.. glaubt mir.

Nach Kyoto ging es weiter in Richtung Magome. Dort haben wir im Kiso-Valley in einem Hotel gewohnt und einen Tag lang eine Wanderung nach Tsumago gemacht. Über 13 Kilometer bewunderten wir die japanische Dorflandschaft und den Kiso-Fluss, der sich über den kompletten Wanderweg erstreckt. Für Nicht-Wanderer könnte die Strecke vielleicht etwas anstrengend werden (Meine Eltern haben meine Geschwister und mich schon als Kinder durch die französischen Alpen gequält, da waren die 3 1/2 Stunden kein Problem…).

Am 29. März ging unsere Reise weiter nach Tokyo. Tokyo ist eine beeindruckende Stadt. Trotz der unglaublichen Menge an Menschen und Häusern, hat die Stadt einfach etwas friedliches. Vielleicht sind es auch die Menschen. Jeder in Japan ist so freundlich und bietet einem sofort Hilfe an, wenn man zum Beispiel ratlos vor einer japanischen Karte steht und nicht weiß wohin. In Tokyo sind wir bis zum 2. April geblieben: Es gab also genug Zeit, um alles rundherum zu erkunden. Wir sind den Tokyo Tower hochgefahren, haben uns den Kirschblüten Park angesehen und sind über das Shibuya-Center gelaufen, dass ein bisschen an den Times Square in New York erinnert. Generell ähnelt das Stadtbild von Tokyo ein bisschen dem der westlichen Welt: der Tokyo Tower könnte als Eiffelturm durchgehen, das Shibuya Center als Times Square, die Rainbow Bridge, die der Golden Gate Bridge unverwechselbar ähnelt und die kleine Freiheitsstatue am Hafen der Stadt.

In unserer Zeit in Tokyo haben wir eine Tagestrip nach Kamakura gemacht. Kamakura ist eine kleine Stadt mit etwa 4000 Einwohnern und war das eine Ziel, auf das ich bestanden habe, als wir den Trip geplant haben. Dort gibt es nämlich den Great Buddha zu sehen. Die Bronzestatue steht in mitten eines buddhistischen Tempel namens Kotoku-in. Der Daibutsu (das ist sein japanischer Name) ist 13,35 Meter hoch und sieht einfach nur beeindruckend aus. Mit meiner Polaroid-Kamera gewappnet haben wir Stunden in Kamakura verbracht.

Am 2. April ging es dann leider schon wieder nach Hause. Die Woche in Japan war eine wirklich bereichernde Reise. Man sieht so viel wunderschöne Landschaft, lernt eine so andere Kultur kennen und wird mit einer unfassbaren Gastfreundschaft begrüßt. Wenn ich jetzt an die Reise zurückdenke, möchte ich am liebsten zurück. Ich werde definitiv noch einmal zurück gehen und alles, was ich in der kurzen Zeit nicht entdecken konnte, sehen. Für alle die mal überlegt haben eine Reise nach Japan zu machen, macht es! Es lohnt sich mehr als alles andere.

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2 Comments

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    Paps

    Ja, Kleines, du hast Japan beschrieben, wie auch ich es empfunden habe. Das Land und seine Menschen erscheinen uns sehr friedlich, freundlich und ausgesprochen höflich. Übrigens ist auch das Essen super – für Frischfisch Liebhaber ein Gedicht! Steak-Liebhaber erleben ein Paradies im Albtraum (google mal den Preis für Kobe Beef!). Auch das Bier kann sich trinken lassen (sicher das Beste außerhalb von Mitteleuropa – sehr gut verträglich) und es gibt viele weitere kulinarische Köstlichkeiten.
    Was man noch machen muss: „Onsen“ genießen, öffentlich Verkehrsmittel nutzen (sensationell gut organisiert) und die Shopping Tour auf ein Minimum begrenzen – bestenfalls am Ende der Reise, wie in unserem Fall ;-).

    2. November 2016 at 20:57 Reply
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    Marie

    Japan ist so ein schönes Land, wie man an deinen Fotos unschwer erkennen kann. Ein schöner Beitrag, Sophia.

    3. November 2016 at 21:53 Reply
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