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Niall Horan erfüllt Träume mit „Heartbreak Weather“

Wenn mich letzte Woche jemand gefragt hätte, wie das neue Album von Niall Horan wohl klingen mag, wäre meine Antwort weit entfernt von der Realität gewesen. „Heartbreak Weather“ trägt die Handschrift von Niall Horan und erfüllt gleichzeitig Träume der perfekten One-Direction-Reunion.

Am 13. März hat nun auch Niall Horan seine zweite Solo-LP veröffentlicht. Unter „Heartbreak Weather“ erschienen 14 neue Tracks, von denen vorab „Nice To Meet Ya“, „Put A Little Love On Me“ und „No Judgement“ als Single-Auskopplungen einen Vorgeschmack lieferten.

Im Ganzen betrachtet ist „Heartbreak Weather“ ein Herzschmerz-Album mit Feel-Good-Charakter. In vielen Interviews hatte Niall Horan schon angekündigt, dass er alle Seiten einer Trennung beleuchten wollte und das gelingt ihm – wenn auch in ungewöhnlicher Reihenfolge.

Die Einleitung gibt’s mit dem Titletrack „Heartbreak Weather“, zu dem man direkt auf die Tanzfläche stürmen möchte. Beim ersten Hören dachte ich sofort: „Das könnte ein One Direction Song sein“. Trotzdem schafft er es, seine eigene Handschrift drunter zu setzen. Und dieses Muster zieht sich durch die gesamte Platte.

Intention hemmt Offenheit

Niall Horan hatte bereits mit seinem Debüt eine musikalische Persönlichkeit erschaffen, die er mit diesem Sophmore-Album weiterentwickelt. Es ist immernoch klar und deutlich hörbar, dass dieses Album ein Niall Horan Album ist und dennoch ein Sprung von „Flicker“. Auch wenn ich zugeben muss, dass mir manchmal die Tiefe in den Songtexten fehlt und ein Blick unter die Oberfläche gefühlt erst ganz am Ende der Tracklist gewährt wird. Niall Horan schreibt spürbar mit Intention und ich glaube, dass das oft zur Hemmung der Offenheit führt.

Trotzdem sind die Fangesänge der kommenden Tour jetzt schon hörbar und wie so oft macht sich die Musik – zumindest für mich – meist durch die Person aus, die sie schreibt. Die Reihenfolge der Songs ist zwar ungewöhnlich, dennoch sehr gut gewählt. Das fällt besonders dann auf, wenn die Singles einsetzen und diese sich im Kontext des Albums nochmal besser machen. Neben den tanzbaren Tracks wie „Everywhere“ und „Small Talk“ findet sich mit „San Francisco“ und „Still“ auch die ein oder andere gefühlvolle Ballade.

Mit den insgesamt 14 Tracks zwischen Freude, Liebeskummer und Freiheit erfüllt Niall Horan sound-technisch und lyrisch Träume einer perfekten One Direction Reunion, die wir so nicht erleben werden. Außerdem macht „Heartbreak Weather“ Herzschmerz tanzbar und ich bin absolut dafür.

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