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Playlist Of My Life

Als ich vor einigen Wochen mit einem Freund zusammen saß und wir uns über unsere Jobs unterhielten, kamen wir auf das Thema Musik. Er arbeitet als Journalist im Sportbereich, ich in der Musikindustrie. Musik gehört zu meiner Routine. Ich höre Musik auf dem Weg zur und von der Arbeit, zuhause, auf der Arbeit – einfach überall. Anders kenne ich es nicht, denn das geht schon mein Leben lang so.

„Ihm gebe das nichts“, sagte mir dieser Freund und erklärte mir, dass er nie Musik hört. Wenn überhaupt, dann weil irgendwo ein Radio läuft oder er auf einer Party ist.

Irgendwie vergesse ich das sehr oft. Dass Musik für manche Menschen einfach nicht dieselbe Bedeutung hat wie für mich. Mich begleitet Musik schon mein ganzes Leben. Es gibt keine Zeit in meinem Leben, die ich nicht mit einem Song oder einer/m Künstler*in verbinde. Es gibt Songs, die schon immer da sind. Deshalb habe ich mich hingesetzt und eine „Playlist Of My Life“ erstellt.

Sie besteht nicht aus einem Zeitstrahl an Songs, sondern ist eher eine Kollektion von Titeln, auf die ich immer zurückkomme, die mich an Momente erinnern und mich bewegen. Egal wie neu oder wie alt.

Die Playlist

1. California (Tchad Blake Mix) | Phantom Planet
2.
Mr. Brightside | The Killers

„California“ und „Mr. Brightside“ sind Titel, die meiner Meinung nach immer gehen. Wenn Glück ein Song wäre, dann wäre es „California“. Und „Mr. Brightside“ ist textlich teilweise so traurig und melodisch unschlagbar furchtlos und tanzbar.

3. Mockingbird | Eminem
4.
How to save a life | The Fray
5.
Give Me Love | Ed Sheeran
6.
Asleep | The Smiths
7.
Iris | Goo Goo Dolls

Fünf Titel mit denen ich sehr viel verbinde. „Mockingbird“ war einer der ersten Songs, die ich je gehört habe. Mein Bruder (acht Jahre älter) hat mir in der Grundschule meinen ersten mp3-Player mit Musik ausgestattet und ich weiß noch genau, dass ein Album darauf „The Massacre“ von 50Cent war. „Candy Shop“ war damals schon ganz groß im Rennen. Außerdem waren aber auch ein paar Eminem-Tracks dabei – und „Mockingbird“ ist einer, zu dem ich immer wieder zurück komme.

The Fray und Ed Sheeran repräsentieren für mich die Musik, an die ich mich mit Gesang und Gitarre herangetraut habe.

„Asleep“ und „Iris“ gehören auch in diese Playlist. Ich glaube, dass diese beiden geprägt haben, welche Musik ich in einer Phase meines Lebens fast ausschließlich gehört habe und auch heute nicht missen will: Indie / Alternative Rock. Zwei lyrisch so wunderbare Songs, die mich heute noch genauso sehr mitnehmen wie als ich sie das erste Mal gehört habe.

8. Home | Phillip Phillips
9.
Right Now | One Direction
10.
Exit Wounds | The Scripts
11.
She Moves In Her Own Way | The Kooks

Diese vier Songs repräsentieren für mich das Gefühl von Zuhause und Heimat. Verschiedener könnten sie alle wahrscheinlich nicht sein, aber darin liegt wahrscheinlich auch die Ironie.

12. If These Sheets Were The States | All Time Low

Ich wusste, dass ich einen Track von All Time Low in meiner Playlist haben muss. Ohne ihn wäre sie nicht vollständig. Die Entscheidung ist mir auch wirklich nicht leicht gefallen, aber bei der Auswahl bin ich immer wieder zurückgegangen. Er ist einfach unschlagbar. All Time Low habe ich unzählige Male live gesehen, für mich machen sie Pop-Rock-Punk auf einem anderen Level.

13. If You Ever Want To Be In Love | James Bay
14.
A Sky Full of Stars | Coldplay

Diese Songs bringen mich an ganz bestimmte Erinnerungen zurück, die ich nicht missen möchte, daher dürfen sie nicht fehlen. Coldplay hat mir musikalisch generell schon so viel gegeben und das kommende Album kann ich nicht erwarten. James Bay ist für mich einer der besten Singer/Songwriter des Jahrzehnts. Ich durfte ihn als Vorband schon zweimal live erleben und habe mir gewünscht, er würde nicht aufhören zu spielen.

15. Uptown Girl | Billy Joel
16.
Bohemian Rhapsody | Queen

Zu den beiden ist nicht viel zu sagen. „Uptown Girl“ zieht jeden auf die Tanzfläche und „Bohemian Rhapsody“ ist der beste Song, der jemals produziert wurde.

17. Outnumbered | Dermot Kennedy
18.
The Borders | Sam Fender

Für den Abschluss der Playlist habe ich zwei Songs gewählt, die erst vor kurzem veröffentlicht wurden. Bei beiden weiß ich aber noch genau, wann und wo ich sie das erste Mal gehört habe.

Wenn „Outnumbered“ von Dermot Kennedy in den richtigen Momenten läuft, dann gibt es nur noch diesen Song, er und auch das Album „Without Fear“ enthalten unglaublich viel Gefühl.

Der letzte Titel „The Borders“ ist mein wohl meist-gestreamter Song auf allen Plattformen. Mal abgesehen von der brillanten Produktion, höre ich dieses Lied immer wieder auf neue Art und Weise. Mal traurig, mal fröhlich, mal denke ich den Text verstanden zu haben, dann rätsle ich wieder um der Bedeutung einzelner Zeilen. Meiner Meinung nach ist Sam Fender sowohl melodisch als auch lyrisch das schönste Versprechen, dass die Musikindustrie momentan zu bieten hat und lange bieten konnte.

Ich hätte noch viel mehr Songs in diese Playlist packen können, aber jetzt sind es letztendlich die geworden, die wirklich etwas bedeuten. Ich bin schon gespannt, wie sie sich in ein paar Jahren vielleicht verändert haben wird.

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